Natura 2000

Was ist Biodiversität?  

Der Begriff Biodiversität (Biologische Vielfalt) bezeichnet das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Er umfasst die Vielzahl aller natürlich vorkommenden sowie der gezüchteten Tier- und Pflanzenarten, Mikroorganismen und Pilze sowie die genetische Vielfalt innerhalb jeder Art. Auch die Vielfalt der Lebensräume auf der Erde mitsamt ihren komplexen ökologischen Prozessen und Wechselwirkungen gehören zur Biodiversität. 1992 wurde eine weltweite Konvention zum Erhalt der Biodiversität in Rio di Janeiro (CBD) ratifiziert, die inzwischen von 190 Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde.

Ein Beitrag der europäischen Gemeinschaften zur Umsetzung der Konvention zum Erhalt der Biodiversität ist Natura 2000.

 

Was ist Natura 2000?

Natura 2000 beschreibt ein zusammenhängendes Netz europäischer Schutzgebiete, bestehend aus Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebieten und Vogelschutzgebieten (VSG). Das Netz repräsentiert die typischen, die besonderen und die seltenen Lebensräume und Tier- und Pflanzenarten Europas. In diesen Gebieten sind geeignete Maßnahmen zu treffen, um den günstigen Erhaltungszustand dieser Lebensraumtypen und Arten nachhaltig zu sichern. Die Auswahl der Gebiete wurde nach für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union einheitlich vorgegebenen Kriterien der PDF-DateiVogelschutzrichtlinie von 1979 und der im Mai 1992 verabschiedeten externer LinkFauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie vorgenommen.

Die durch das GIS-GR erstellte Karte illustrierte die unterschiedlichen Gebiete für die drei Kategorien „Vogelschutzrichtlinie”, „Flora-Fauna-Habitat Richtlinie“ sowie „Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie“.

 

 

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Diese Gebiete bilden ein kohärentes Netz, das das Zusammenspiel der vielfältigen ökologischen Beziehungen zwischen den zu schützenden Arten und Lebensgemeinschaften und ihren Lebensräumen unterstützt. Dazu gehören insbesondere Austausch- Wanderungs- und Ausbreitungsbewegungen der Populationen dieser Arten und Lebensgemeinschaften. Um diese auch im Hinblick auf den Klimatischen Wandel beurteilen zu können, ist die Kenntnis ihrer Verbreitungssituation unerlässlich.


Die genauen Informationen zu Natura 2000 in den einzelnen Regionen sind auf folgenden Internetseiten zu finden:

Luxemburg: externer Linkhttp://www.environnement.public.lu/conserv_nature/travaux/natura2000/index.html

Lothringen: externer Linkhttp://www.lorraine.developpement-durable.gouv.fr/natura-2000-en-lorraine-r1964.html

Rheinland-Pfalz: externer Linkhttp://www.naturschutz.rlp.de/index.php?id=3&pid1=6

Saarland: externer Linkhttp://www.saarland.de/8881.htm

Wallonie: externer Linkhttp://biodiversite.wallonie.be/fr/natura-2000.html?IDC=829

Heute ist das europaweite Gebietsnetz weitgehend aufgebaut und kann länderübergreifend in einem externer LinkNatura 2000-Kartenviewer eingesehen werden.

Was ist der Auftrag der Unterarbeitsgruppe Natura 2000/Biodiversität?

Die Unterarbeitsgruppe Natura 2000/Biodiversität trifft sich seit 2002 zweimal jährlich zum Ideen- und Erfahrungsaustausch zwischen den zuständigen Behörden über die Umsetzung der Ziele von Natura2000.

Die internationale Strategie Natura 2000 der Europäischen Union muss auf der regionalen Ebene im grenzüberschreitenden Zusammenhang umgesetzt werden. Dabei ist die räumliche Bezugsebene der Natura2000-Richtlinien der Naturraum (die biogeografischen Region) nicht Staaten oder Regionen. Die Großregion ist deshalb im Grenzbereich von Frankreich, Deutschland, Belgien und Luxemburg als Modellraum für grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu Fachfragen der Biodiversität besonders geeignet.

Nach der Ausweisung und der rechtlichen Sicherung der Natura 2000-Gebiete in allen Regionen strebte die Gruppe zusätzlich an, Natura 2000 auf der Ebene der Großregion in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Dazu wurde 2008 mit der technischen Unterstützung der DREAL Lothringen eine erste externer LinkKarte der Natura 2000-Gebiete in der Großregion erstellt, die zu jedem FFH- oder Vogelschutzgebiet neben der Angabe des Gebietsnamens und der Gebietsnummer eine Information zur Flächengröße und einen Link zur Homepage der zuständigen Partnerregion enthält, wo die gebietsspezifischen Fachinformationen bereit stehen.

In einem weiteren Schritt wurde eine tabellarische Übersicht der PDF-DateiLebensräume und Arten der Anhänge I, II und IV der FFH-Richtlinie und Anhang I der Vogelschutzrichtlinie erstellt. Darüber hinaus wurden die unterschiedlichen PDF-DateiUmsetzungswege von Natura 2000 in den Partnerregionen in einer tabellarischen Übersicht einander gegenübergestellt.

Zudem haben die Partner ein Datenportal über die Vorkommen und Verbreitung der in FFH- und Vogelschutzrichtlinie geschützten Arten erstellt. Dieses Datenportal externer LinkBioGRe ermöglicht eine gemeinsame Auswertung der in den Regionen vorliegenden Daten auf der Ebene der Großregion. Auf dieser Grundlage lassen sich Karten und Datenübersichten wie sie gesondert für den PDF-DateiLibellenatlas der Großregion erstellt wurden, per Knopfdruck erzeugen. Zudem bietet das Datenportal eine fachliche und wissenschaftliche Hilfestellung bei der Beurteilung der Folgen einer Baumaßnahme für naturschutzfachliche Belange.

Künftig wollen die PDF-DateiMitglieder der Arbeitsgruppe einen Biotopverbund für die Großregion erstellen.